25 Wochen #Babyupdate

Du Babymann

Kleiner Mann, du bist ein Sonnenschein. Auch wenn dich langsam aber sicher der dritte Zahn plagt, begegnest du dem Grossteil des Tages immer noch mit einem strahlenden Lächeln.
Du wirst immer mobiler, drehst und schiebst dich durch die Wohnung. Manchmal, wenn du unter dem Kindersitz hochkommst oder an der Sofakante festhängst, beschwerst du dich. Lautstark. Dann muss man dich retten :p

Erlebt

Diese Woche ist für dich ganz viel passiert. Wir waren das erste Mal gemeinsam wandern. Erst nur kurze Strecken und dann auch mal über Stock und Stein. Das ging überraschend gut, aber man merkt nun langsam dein Gewicht!

Gemeinsam haben wir einen Schnupperkurs mit dem Schwimmtrainer gemacht. Ich denke es hat dir gut gefallen, du hast geplanscht und nach den kleinen bunten Schwimmtieren geschnappt. Nach dem Schwimmen warst du total platt, ist wohl doch anstrengend in so einem Schwimmring zu paddeln. Frosch, Frosch, Frosch.
Bei der Hitze steht Baden bei uns hoch im Kurs. So haben wir das erste mal ein Freibad besucht und im See gebadet. Am Anfang war dir das alles zu kalt. Deine babywarmen, flauschigen 37 Grad konnte kein Pool bieten. Am Anfang hast du deine Füsse bis an die Brust hochgezogen sobald ein kleiner Zehn im Wasser steckte. Auch im See hast du erst mal Theater gemacht, bis irgendwas im Wasser deine Aufmerksamkeit erweckt hat. Dann gab es kein Halten mehr, erst zappelten die Füsse, dann planschten die Hände und schliesslich stürzten wir beide uns in die pipiwarmen Fluten.

Ausserdem wurde dein Wagen nun endlich zum Buggy umgebaut. Die Schale war ja schön, aber du bist ihr deutlich entwachsen, ausserdem warst du so am zappeln und drehen, dass uns die Schale zu unsicher wurde.
Nun liegst du im Buggy, die meiste Zeit auf der untersten Stufe, weil du ja noch nicht sitzen kannst, aber wenn du ningelst heben wir dich auch schon mal an, damit du nach Draussen gucken kannst. Beim Umbauen war mir schon ein wenig wehmütig…Wo ist bitte mein mini kleines Baby hin?

Schlafen und Essen

Die Hitze macht dich platt, Mittags wirst du ningelig, legst den Kopf auf den Boden und versuchst dich wenig zu bewegen. Gegen zwei gibt es dann kein Halten mehr und du machst erst mal Siesta. Mindestens eine Stunde muss sein damit sich dein Akku aufladen kann.
Natürlich trinkst du jetzt deutlich mehr, aber ich muss mich immer wieder daran erinnern dir etwas an zu bieten da du die Hitze vielleicht noch unterschätzt.

Mama

Ich habe Rücken. Das nervt mich. Die erste/letzte Massage war schön aber hat mich darauf aufmerksam gemacht was alles weh tut. Am Samstag habe ich mich irgendwie an der Hand verletzt, das macht den Alltag mit Baby etwas schwieriger als erhofft. Aber das wird sich schon alles wieder geben. Der Urlaub hat uns gut getan, unserer ganzen Familie. Ansonsten geniesse ich das warme Wetter und jeden kleinen Moment mit meinem nicht mehr so kleinen, grossen Baby.

24 Wochen Kullerkopf #Babyupdate

Du

Ach,  mein kleiner Drehrumbum, du bist kaum zu stoppen. Hast du dich heute vor einer Woche das erste mal auf den Bauch gedreht, dauerte es keine 24 Stunden und es klappte auch zurück auf den Rücken. Mittlerweile drehst du dich locker ein paar mal hintereinander um ein entferntes Ziel zu erreichen. Oder du drehst dich auf den Bauch und lässt dann mit Schmackes den Kopf nach hinten fallen um dich sofort (!) wieder zurück zu drehen. Manchmal klemmst du dir noch den Arm unterm Bauch ein und dann ruckt dein Kopf nach oben, als würdest du jemanden suchen, der dich festhält. (Dabei bis du im Bad an die Kloschüssel gestossen…aber bitte, wer rollt schon unters Klo?!) Mittlerweile weisst du auch, dass du nicht immer komplett 180º drehen musst um etwas zu erreichen. Mein kleiner Faulpelz dreht also genau so weit, bis er mit den Fingerspitzen sein Ziel erreicht und kullert dann wieder weg…nur nicht übertreiben mit der Bewegung :p

Sitzen ist dein neues grosses Ziel. Wenn man dich auf dem Schoss hat oder bewusst hinsetzt, streckst du deine Ärmchen nach allen Seiten aus, um neue Dinge zu greifen. Die Anstrengung sieht man dir zwar kaum an aber schnell beginnst du von links nach rechts zu schwanken, wird alles zu viel klappst du zusammen wie ein süsses Klappmesser und küsst den Boden zwischen deinen Zappelfüssen. Um so mehr überrasch mich, wie gut du gerade im geborgten Hochstuhl „sitzen“ kannst. Es ist recht niedlich, wie du dich super lässig an der Seite anlehnst und (nach einem prüfenden Blick zu uns) einen Löffel nach dem anderen auf den Boden wirfst. Noch kannst du dich nicht allein hinsetzen aber ich sehe das schon auf uns zu kommen! (Still und heimlich hoffe ich ja, dass damit Dinge wie Brunchen oder Andere besuchen leichter wird, weil du dann im Stühlchen sitzen kannst statt unzufrieden unten zu liegen)

Erlebt

Wir waren mit der Spitalfreundin im Familiencafe und ihr beiden Kleinen hattet das reinste Käferfest. Süss euch zuzugucken ❤
Beim Babyschwimmen seit ihr das erste Mal getaucht. Weil mir das Ganze nicht so geheuer war, habe ich diese Erfahrung dem Papa abgetreten, der da ganz verbissen drum kämpfte. Wie begeistert du davon warst kann ich nicht einschätzen, aber so lange du den Mund geschlossen hältst scheint es erträglich.

Wir haben eine zweite grosse Fahrt gemacht und wie erhofft, hast du auch hier die meiste Zeit verschlafen. Solange du dein Kuscheltuch hattest brauchtest du auch kein weiteres Spielzeug, nur wenn das Tuch beim Schlafen aus der Hand fiel ging sofort die Alarmsirene an. Ausserdem haben wir dich diese Woche das erste Mal fremdbetreuen lassen. Das hat mein Mamaherz schon etwas Überwindung gekostet und nach einer Stunde habe ich dich gleich wieder fest knuddeln müssen, aber du scheinst es gut verkraftet zu haben :p

Wir waren gemeinsam auf dem zweiten grossen Tragespaziergang und haben mit netten Leuten gepicknickt. Du geniesst das Gras und würdest gerne mehr Blümchen essen als ich dir erlaube :p
Ausserdem haben wir die Bibliothek besucht und während du auf einem spannenden Kugelteppich rumgerollt bist oder in einem Sitzsack lagst, konnte ich tatsächlich 2 Seiten in ein Buch reinschnuppern.

Essen und Schlafen

Zum ersten Mal hast du in einem grossen Gitterbettchen geschlafen, statt im Beistellbett an meiner Seite. Für die aktuellen Umstände finde ich es gut, du hast keine Probleme weiter weg von uns zu schlafen, aber wenn alles wieder normal läuft möchte ich dich wenigstens nachts weiterhin bei mir haben.
Schlafen ist im Moment so eine Sache. Du schläfst neuerdings irgendwann zwischen 19:30-20:30 ein, wenn du dickköpfig bist begleitest du uns aber auch mal bis halb zehn…das ist dann anstrengender. Dafür ist mein entspanntes „gegen halb acht wachen wir auf“ nun einem „Um sechs Baby, echt jetzt?!“ gewichen. Bisher kein Problem, kurz anstillen und Pause bis halb acht, aber eben diesen Service geibts nun nicht mehr. Ja, ich weiss, nett von dir, du gewöhnst dich an Kita und Arbeitszeiten, aber muss das denn schon jetzt sein? *seufz*

Eine grosse Zauberkraft wohnt da in deinem Papa. Der kann dich nämlich super ins Bett bringen! Egal, ob du in meinem Arm beim Stillen einschläfst (bis ich es geschafft habe aufzustehen, bist du meistens wieder wach), in der Trage abgelegt wirst (daran darf ich nicht mal denken), aus dem Kinderwagen gehoben und durch ein tobendes Haus getragen (seriously?) oder du nach dem Schwimmen noch in Badehose wegpennst…Papa schaukelt dich kurz auf dem Arm, deine Augen gehen gar nicht erst auf, und schwupps, liegst du wohlig schlummernd im Bettchen. Superpower sag ich dem!!

Mama

Ich geniesse die Zeit zu zweit. Der  Freund hat frei und zu zweit geht alles so viel leichter.  Wenn das Baby Entertainment braucht kann ich auch mal einfach nichts tun. Wenn ich beim Stillen mal wieder nicht an mein gefülltes Glas komme, gibt es mir jemand. Bei Spaziergängen gibt es jemanden zu reden und sowieso ist es entspannter. Ich merke auch meinen beiden Männern an, wie sehr sie die exklusive Zeit geniessen und weiter zusammenwachsen. Das ist toll. Zu zweit ist auch der frühe Tagesbeginn zu verkraften, meistens darf ich die erste halbe Stunde noch grummeln und dösen ^^
Es gibt wieder regelmässig Mittagessen, ohne das speziell ich einkaufen oder kochen muss. Die Mama-Familie war da, so dass man dort wieder Nähe tanken konnte. Beruflich geht alles (erst Mal) seine Bahnen. Alles fein. Weiter so, bitte.

Mein 23 Wochenschatz #Babyupdate

Du ganz speziell

Ach mein kleiner Zappelmann. Gerade schaue ich zu wie du mit Papa spielst, dabei trommeln deine Füsse auf den Boden, deine Augen strahlen und wenn das Tüchlein über deinen Kopf streicht krallst du dich darin fest und drückst es ganz fest an deine Brust.

Die letzten Wochen warst du abwechselnd nölig und himmelhoch jauchzend. Viel Quietschen, Kreischen und sonstige Tönchen stellten meine Nerven auf eine harte Probe. Aber was soll ich sagen, plötzlich war er da, der zweite Zahn. Nun hast du unten zwei kleine weisse Mäusezähnchen. Herzallerliebst! Du nagst alles an was du in die Finger kriegst und kannst auch schon recht tüchtig zubeissen.

Das heutige Highlight zum Wochentag war, dass du dich das erste Mal alleine gedreht hast. Vom Rücken auf den Bauch! Das erste Mal hat dich selber erschreckt und du musstest laut losheulen, beim zweiten Mal warst du richtig stolz und hast die ganze Zeit gestrahlt, so dass ich dich gut fotografieren konnte. Drehen klappt noch nicht immer aber ich bin wahnsinnig stolz, dass du es geschafft hast 💕

Was gabs zu erleben?

Es gab viel zu sehen, die letzten Tag. Wir begannen mit dem Papa im Spatzentreff, ein Familiencafe das wir uns genauer anschauen wollten. Sieht gut aus dort und wir werden wohl sicher mal mit der Spitalfreundin dort aufschlagen. Du hast dir gleich die Plüschgiraffe gegriffen und sie ausgiebig angesabbert, wir beiden Grossen haben uns in der Zeit etwas abgekühlt eh wir (dem Gewitter voran) nach Hause gelaufen sind.

Zum dritten Mal waren wir beim Babyschwimmen. Dieses Mal hattest du richtig Spass und hast angefangen vor dich hin zu planschen. Die Lieder im Kreis und das Abschlusschwimmen gefallen dir richtig gut, bei der Musiksache entspannst du dich immer noch auf Kommando. Der Papa war begeistert und will das nächste Mal mit dir tauchen! Ich bin mir da noch nicht so sicher :p

Das wohl grösste Erlebnis der Woche war sicherlich die Taufe. Aus allen Richtungen kam Besuch angereist: Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein…alles war vertreten. Die Taufe war schön, das Baby grössteinteils interessiert, die Paten engagiert und ergriffen, die Festgesellschaft ausgelassen. Man merkte ab dem Nachmittag, dass die Aufmerksamkeit und Aufregung ein Bisschen zu viel für den kleinen Täufling waren. Kein Gedanke an Schlafen und um so später es wurde, um so übermüdeter war der kleine Wichtel.
Die Familien und Freunde lernten sich in der Zeit besser kennen, tranken Bruderschaft und verabredeten sich diese Taufe ab jetzt jedes Jahr zu begiessen feiern.

Schlafen und Essen

Mit den Zähnen und der Taufe ist uns der schöne Schlafrhythmus abhanden gekommen. Ich kann gar nicht sagen, wie resigniert ich heute nach dem dritten Mal um sechs Baby-wach war.
Essen ist mit deinen Zähnchen auch speziell. Ich werde mich bei der Mütterberatung mal schlau machen, wie ich deinen Mäusezähnen ausweichen kann. Bis jetzt beisst du beim stillen nicht zu, aber ich merke deine Zähne pieksig und hart…was  mich nicht immer richtig entspannen lässt.

Bis jetzt bekommst du noch keinen Brei, auch wenn das die ein oder andere Verwandte etwas verrückt macht. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dich mindestens die ersten 6 Monate voll zu stillen, bevor wir mit Brei oder Beikost anfangen. Das heisst für mich nicht, dass neue Erlebnisse wie eine angekaute Melone oder eine zersägte Blaubeere nicht möglich sind. Dir gefällt es, du bist interessiert an Essen und wenn es etwas Neues zu schmecken gibt werden deine Augen riesig. Nur mit richtiger Beikost, da warten wir noch etwas.

Mama

Seit sich die Jobsituation geregelt hat, ist hier wieder etwas Ruhe eingekehrt. Ich kann entspannter in den Tag starten, muss nicht mehr täglich nach Stellen suchen und habe mehr nerven für mein kleines Quietschebeerchen. Ich  freue mich auf unsere geplante Auszeit und geniesse die Tage mit Mann und Beerchen bewusster. (Was nicht heisst, dass ich unendliche Nerven und Energie für die hochfrequenten Kreischtöne und Nörgelattacken habe…wir befürchten weitere Zähn in the making…)

Keine Stelle für Mami

…ja, so ist es. Die letzten Würfel sind gefallen. Von all den Bewerbungen, die ich abgeschickt habe kam nicht ein positiver Bescheid. Eine Absage ohne Gründe, einer hat sich nicht mehr gemeldet, einer hat einen Spezialisten gesucht und gefunden, alle anderen wegen ein und dem selben Fach.

Ich hatte gehofft heute in die nächste Runde meiner beruflichen Laufbahn planen zu können. Das beinhaltete aber Jahresplanungen und Ferien in Kalender schreiben, statt Grundlagen zum Arbeitsamt.

Meine Momentane Wahl steht zwischen einer Schule die wohl genau so verzweifelt ist wie ich und unbedingt einen Lehrer braucht. Welches Fach der unterrichtet ist egal, Hauptsache Lehrer. Für mich hiesse das Mathe und Geografie unterrichten statt Deutsch und Kunst. Ausserdem 1:15 Stunden Arbeitsweg, das sind 2,5 Stunden pro Tag die ich verplempere, nicht bei meinem Baby bin und pendeln müsste.

Oder ich könnte als Aushilfe arbeiten wo ich bereits ein Angebot für 3 Monate 30% habe…haha. Danach allerdings noch mal 3 Monate 80% machen  könnte. Es wäre näher aber eben „nur“ befristet.

Ich müsste mir eine Überbrückung von Februar zu August suchen und mich im nächsten Jahr wieder (wieder!!) durch diesen Bewerbungsalbtraum kämpfen.

Letzten Mittwoch ging die Kündigung durch. Mit tollem Arbeitszeugnis, aber was bringt das schon. Der Ex-arbeitgeber sagte es werden noch mehr Stellen jetzt kommen. Von den Verzweifelten, die mich vorher abgelehnt haben weil sie ihre Traumvorstellung suchten. Toll.

Jetzt warte ich erst mal auf den Freund, das Baby habe ich schon angeheult und zwangs gekuschelt. Wir müssen besprechen wie es weiter geht. Was wird aus uns, unseren Plänen, der Kita und Allem was dran hängt? Denn egal wie man es dreht oder wendet, es bleibt dabei: Keine Stelle für Mami.

5 Monate Baby-Update

 

Nun ist mein Babymännlein schon 5 Monate alt und wie jeden Monat kann ich es kaum glauben.

Du

Der erste Zahn ist durch und wir sind alle happy! Das Beerchen hat abends wieder die ein oder andere ruhige Minute (haha!) und wir freuen uns, dass die plötzlichen Schreianfälle erst mal aufhören. Es hat lange gedauert, aber nun haben wir sogar ein Foto von dem kleinen Mäusezähnchen machen können.

Es gibt nichts neues zur Fortbewegung zu sagen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es dir auch gar nichts ausmacht. Deine Laune schwankt nämlich zwischen zufrieden auf dem Rücken rum kullern und schrecklich unglücklich weils einfach nicht vorwärts geht.

Ausserdem sind wir in der Kreisch-Phase angekommen. Das Ohje ich wachse Buch hatte uns schon darauf vorbereitet, aber so richtig vorstellen kann man sich das ja immer nicht. Kreischen heisst nicht unbedingt unglücklich… Nur laut, schrill und ausdauernd. Das Beerchen testet seine Stimme, erkundet, kaut und knotet neue Laute. Dabei streckt er die Zunge raus und probiert ob es so die gleichen Töne gibt, wie mit offenem Mund. Dabei sieht er aus, wie ein kleiner hechelnder Welpe.

Manchmal bist du so richtig ningelig und weisst gar nicht richtig warum. Man spürt die Unzufriedenheit in jeder Pore. Alles ist doof. Liegen ist doof, auf dem Schoß sitzen ist doof, getragen werden ist auch doof, die ganze Welt ist doof. Und wehe, man kümmert sich nicht ausgiebig und vor allem ausschliesslich um dich. Dann ist was los!

  • trägt Grösse 68
  • immer noch kaum Haare (wenn dann sehr sehr blond)
  • Taufe steht an
  • wurde als Werbebaby vorgeschlagen
  • immer noch eine absolute Frohnatur
  • wir tragen jetzt oft auf dem Rücken
  • haben die Nachimpfung hinter uns gebracht

Erlebt

Wir waren gemeinsam beim grossen Rheinfall in Schaffhausen und haben die kühlen Wasserspritzer genossen. Du fandest es ganz aufregend deine Füsse ins Gras stecken zu können und hast den Blättern über dir zugeschaut.
In den ersten warmen Tagen waren wir auch im Seeleger Moor, nur hast du dieses Erlebnis total verschlafen. Anscheinend hat die Kombination aus Wärme, Babytrage und beruhigendem Papageruch dich total eingeschläfert, so dass du erst bei der Rückfahrt wieder wach wurdest.

Ganz was Spannendes war das Babyschwimmen. Bis jetzt hast du baden eher geduldet und nun machen wir das plötzlich wöchentlich im grossen Wasser! Es ist unglaublich niedlich zu sehen wie du mit den Füssen paddelts, wenn wir im Kreis laufen. Dein Windelpo bleibt dabei wie so ein kleiner Schwimmring über Wasser und deine Augen werden immer grösser. 2-3x pro Kurs lässt du den Kopf kurz hängen und japst dann ganz erstaunt, wenn du Wasser schluckst. So richtig planschen willst du noch nicht, aber bei der Entspannungsmusik sieht man förmlich wie dein kleiner Körper sich einfach dahin treiben lässt.

Schlafen und Essen

Ja wir hatten mit dieser Stillkrise zu kämpfen, nein ich bin mir noch nicht sicher, ob wir sie schon hinter uns gelassen haben. Schön ist, dass du Nachts jetzt einen anderen Rhythmus hast. Meistens kamst du zwischen 11/12 Uhr zum Trinken und hast dann bis halb drei geschlummert eh du mich zwischen 7/8 Uhr frühs wecken wolltest. Aber wie so oft möchte ich hier nichts beschreien, immer wenn wir uns dran gewöhnt haben änderst du wieder alles!

Sehr spassig war das Melonenexperiment. Mit einem grossen Latz und einen noch grösseren Spucktuch bewaffnet, haben wir uns einem Stück Melone gewidmet. Dabei hast du darauf rumgekaut und ich habe die ausgespuckten Stücke von deinem Kinn gewischt. Tatsächlich lässt sich mit so einem Mäusezahn schon ganz schön was anrichten, die Melone war innerhalb kürzester Zeit Geschichte! Ganz geheuer waren die die Stückchen trotzdem nicht und so haben wir es erst mal bei einem Versuch belassen.

Mama und Papa

Ich schlafe immer noch unruhig und träume mindestens einmal pro Nacht, dass das Baby zwischen uns liegt. Dann versuche ich es kurz unter der Decke zu finden oder schubse den Papa an, damit er nicht auf dem imaginären Baby landet. Am besten geht das wieder weg, wenn mein Beerchen nebenan im Beistellbett irgendein Geräusch macht.
Ansonsten nagt die bekannte berufliche Misere an mir – das ist ja nichts Neues.

Der Papa leidet etwas unter den schrillen Kreischgesprächen vom Sohn. Andauernde Lautstärke ist nicht so sein Lieblingsthema 🙂 aber sie verbringen viel Zeit miteinander und ich könnte mich immer wegkugeln, wenn ich die beiden Männer gemeinsam Quatsch machen sehe. Sonst leidet er nur unter Hitze und Heuschnupfen…auch hier nichts Neues ^^

Was bin ich wert?

Nun da wir ein neues Kapitel aufgeschlagen haben und uns mit dem Abenteuer „Baby“ immer neuen Situationen und Anforderungen stellen müssen, kam auch ich in die Lage, der sich schon tausende Frauen und Generationen vor mir bewusst wurden. Nicht nur, dass ich mich neu finden muss, viel mehr muss ich den Wert der verschiedenen Rollen, die ich einnehme, neu bemessen.
Den Anstoss zu diesem Gedanken gab meine berufliche Lage, oder besser gesagt die akute Bewerbungssituation.

Meine Rolle als Arbeitnehmerin

Kaum war ich schwanger begann der Kampf um einen unbezahlten Urlaub (nach den 14 Pflichtwochen) und eine anschliessende Wiedereinstellung. Ich merkte, wie unangenehm meinem Arbeitgeber der ganze bürokratische Zirkus war und sah mich bei den ersten Entscheidungen etwas übergangen.
Meine Anschliessende drastische Pensenkürzung von 86 auf maximal 30% war dann nur noch eine Frage der Zeit. Hier war ich das erste mal mit der Frage konfrontiert, wie viel ich und meine Arbeit meinem Arbeitgeber wert sind. Denn Wertschätzung sieht in meinen Augen anders aus. Die folgenden Gespräche und „Kompromisse“ machten mir deutlich, dass meine Person nicht mehr gefragt war. Meine Frage, ob fachliche Gründe oder die neue Lebenssituation hinter der Kündigung stehe, konnte leider nur unzureichend beantwortet werden.
Also gings an die Bewerbungen. Aussagen wie: „Als Lehrer hast du da keine Probleme“ oder „Es sind do viele Stellen offen, du kannst dir deine Schule quasi aussuchen“, stimmten mich optimistisch und tatsächlich schickte ich über 15 Bewerbungen innert kürzester Zeit los. Die nun folgenden Absagen liessen mich (wie jeden Bewerber, ich weiss) stark an mir zweifeln. Ich habe Abitur, studierte innerhalb der Regelzeit vier Fächer, habe mehr als drei Jahre Berufserfahrung vorzuweisen, war Klassenlehrer, Lerncoach, Schulentwickler, Projektmanager und bin für die momentan ausgeschriebenen Stellen einfach nicht gut genug. Ja, meine Fächer seien gesucht – aber nur in Verbindung mit anderen Fächern, wahlweise Französisch oder Mathe. Die Leistungen, die ich erbringen kann sind demnach nicht wertvoll genug. Nur zusätzliche Fächer könnten mich aufwerten.
Hier zweifelte ich das zweite Mal grundlegend an meinem Wert, den ich in die Arbeitswelt mit einbringen könnte.
Bringe ich bei einem Gespräch ein, dass ich mit Baby keine 100% mehr arbeiten möchte, gehen bereits bei vielen Personalern die Läden runter. Mutter, Teilzeit, Kleinkind ergo viele Fehlzeiten, nicht so flexibel und kein Französisch? Auch hier wird mein verbleibender Wert nochmals geschmälert.
So wie aus dem Berg von Bewerbungen nun nur noch eine offen ist, wandelte sich auch mein Optimismus, in eine Ich-erwarte-nichts-mehr-Haltung.

Meine Rolle als Mutter

„Du arbeitest doch nicht, nimm das Baby einfach mit“ oder „Du bist doch zu Hause, du hast doch Zeit.“ – Ist mein grosser Feind. Es zeigt mir, wie wenig die Arbeit, die ich zu Hause leiste, wahrgenommen oder geschätzt wird. Betreuer oder Tagesmutter ist doch auch ein Volltimejob, der gezahlt wird. Warum gehen alle davon aus, dass ich mit meiner 24-Stunden-Betreuung vom Baby weniger leiste? Am Abend bin ich auch kaputt, will mal ausspannen oder eben nicht mehr bis halb zehn mit dem Baby spielen.

Als „Mami“ werde ich nun anders eingeschätzt, wahrgenommen und auch wertgeschätzt.  Aber am schwersten ist, dass ich mich in der Rolle der „Mami“ nicht richtig ernst genommen fühle. Schlimm genug, dass diese Abwertung von der Gesellschaft oder sogar meinem sozialen Umfeld kommt, aber man nimmt sich mit der Zeit auch selber nicht mehr so wichtig. Mein Baby ist gerade unzufrieden. Ich weiss, dass sind Babys nun mal ab und zu aber es gibt wohl keine Mutter die in den ningel, nörgel, quengel, heul-Zeiten noch nicht an sich gezweifelt hätte. Wie nutzlos man sich vorkommt, wenn das Kind einfach weiter weint, wie unfähig man sich findet, wenn beim Partner plötzlich jede Bewegung ein Kichern hervorruft und wie egoistisch man sich fühlt, wenn man sich einfach mal Ruhe und Zeit für sich wünscht… Neben dem Wert, den andere Leute mir beimessen, sinkt auch der Wert, den ich mir selber zugestehe.

Meine Rolle als Frau und Partnerin

Wie soll ich mich in meinem Körper gut, sexy und akzeptiert fühlen, wenn ich dafür keinen Raum habe? Ich spreche nicht mal von Dehnungsstreifen, Haarausfall oder wenig sexy Still-BHs… Wann soll ich zum Frisör gehen um eine anständigen Schnitt in meine Vogelnesthaare zu bekommen, wenn ich den ganzen Tag das Baby mit mir rumschleppe? Wann soll ich zum Sport gehen und etwas gegen die Reste vom Babybauch tun, wenn ich das Baby nicht abgeben oder den Wagen mitnehmen kann? Wo bekomme ich einen Baby tauglichen Termin um die Beine sommerlich und regelmässig zu waxen?

Neu-Mamis erkennt man, sagt das Klischee.
Das sind die Frauen, die in Jogginghose rumlaufen*¹
Das sind die mit den zerzausten Haaren*²
Das sind die mit den Flecken auf dem Shirt *³
Als Frau merke ich die abschätzenden Blicke anderer Frauen und auch Männer. Gewogen und für zu leicht empfunden, sagt mein Outfit und das sabbernde Baby auf meinem Arm. Wieder verliert mein Ausgangswert einige Punkte.

Ja, ehrlich gesagt fühle ich mich gerade ziemlich wertlos. Ich habe lange über den richtigen Begriff nachgedacht. Ich bin mir auch darüber im Klaren, dass viel von dem Grundgefühl der beruflichen Situation geschuldet ist und sich das mit einer Zusage oder Zwischenlösung ändern wird. Aber in einer ruhigen Minute denke ich trotzdem darüber nach, warum ich (und evtl. fühlte sich auch die ein oder andere Mama gerade so) gerade einfach nicht gut genug sein kann.

 

*¹, weil sie den ganzen Tag mit dem Kleinkind auf dem Boden rumtoben
*², weil das Baby neuerding immer nach dem Hargummie greift, wenn man es trägt und tröstet.
*³, weil das Baby noch eben kurzvorher gestillt wurde und beim Bäuerchen Milch ausspuckte.

20 Wochen #Babyupdate

Wäääääääh, weint es aus dem Schlafzimmer. Bababababa und Shhhhhhh, antwortet der Freund. Es ist Schlafenszeit, aber unser Kleinster sieht das noch gar nicht so. Leider fehlt uns das passende Schlaf-Ritual, weil er sonst immer beim Stillen einschläft…Das muss noch her!

Männlein

Du kleiner aktiver, brabbelnder wunderbarer Mensch. Heute bist du 20 Wochen alt und wirst jeden Tag immer aufgeweckter.
Nachdem wir ja so lange mit dir und deinem Zähnchen mitgelitten haben, ist das kleine Ding nun durch. Unten links haben wir einen kleinen weissen Streifen, der schon ganz schön pieksen kann, wenn du auf meinem Finger rumkaust. Ich bin ja mal gespannt wann und wo uns der nächste Übeltäter erwartet.
Genauso spannend war für uns die Erkenntniss, dass du wohl eine Linkshänder wirst. Wenn man Dinge über dich hängt oder hinhält  greifst du immer zuerst mit der linken Hand und bist auch lins deutlich schneller. Da schon dein Papa, dein Opa und deine Oma Linkshänder sind überrascht mich das nun nicht sonderlich.
Du liebst es mit deinem Papa Quatsch zu machen. Am Abend, auf dem Wickeltisch, da geht bei euch die Post ab! Ui und Hui und chrchrchr klingen da durch die ganze Wohnung.

Erlebt

Da uns die Ärztin geraten hat, deine Haut mehr zu pflegen, baden wir nun zwei mal die Woche. Jetzt haben auch wir beide  endlich mal gemeinsam gebadet! Dein Papa hat dich zu mir in die lauwarme grosse Wanne gegeben und wir haben etwas geplanscht. Das war schön und wird sicher noch mal wiederholt.
Neu war auch, dass du zwei Nachmittage unter der Woche mit Papa verbrachtest. Hier war ich in Terminen bei potenziellen neuen Arbeitgebern. Ihr Männer habt die Zeit gut überstanden und bis auf den Hunger alles selber händeln können. Papizeit ist für dich immer noch Quali-Time.
Neu erlebt haben wir das grosse Gewitter. Gerade als wir raus wollten wurde die Welt dunkel und noch während wir beratschlagten, was wir weiter machen wollen, ging es draussen los. Blitze, Regen, Hagel. Erst schauten wir nur vom Fenster aus zu und wagten dann sogar einen Schritt auf den Balkon.

Schlafen und Essen

Du schläfst momentan wirklich gut. (Ich trau mich immer gar nicht, so was zu schreiben. Murphy und so…) Einmal pro Nacht meldest du Hunger an und schaust dann gegen sieben wer gerade wach ist. Wenn es hier dann Frühstück gibt schläfst du noch mal (wenn auch lautstark und unruhig) bis acht/halb neun, das finde ich sehr entspannend.
Beim Thema Essen habe ich ein wenig Angst vor deinem Mäusezähnchen. Hoffentlich tut das beim Stillen nicht weh, wenn der ganze Zahn draussen ist.

Mama

Am Wochenende war mein erster „eigener“ Muttertag. Da das kleine Männlein ja noch nichts machen konnte und sich auch nicht sonderlich für den Tag interessierte, übernahm der Freund die Planung, nahm ihn mir möglichst oft ab, kochte und ging mit mir spazieren. Danke 😘😘

Ansonsten hat sich leider noch nichts geändert. Der Druck eine Stelle finden zu müssen (und notfalls eine anzunehmen, die mir nicht zusagt) ist immer noch enorm. Die Bewerbungszeit und auch die in Frage kommenden Orte neigen sich dem Ende zu. Es bleibt spannend, macht aber den Alltag nicht leichter. Was für Stolpersteine, Erwartungen, Anforderungen und Absagen mir hier bereits begegnet sind, schreibe ich aber mal separat.

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