#Babyupdate 11+1+1

Gedankensammlung

Es begann mit einem supermüden Baby, das einfach nicht schlafen wollte, sondern in seinem Schlafsack noch bis nach zehn bei uns in der Stube vorne spielte. Mit dem Schlafen ist das wieder so eine Sache. Wir schwanken zwischen „herrlich geschlafen, nur einmal aufgewacht“ oder „Himmel, was war das denn?“ So gibt es Nächte in denen wir zu dritt am Kuscheln sind und Nächte in denen wir zu zweit mit dem Männlein in der Stube sitzen und schlaftrunken Bilderbücher vorlese. Manchmal schläft er auch auf der Stelle in den unmöglichsten Posen ein so wie letztes als der Butzel sooooo müde war und still und leise auf Mamas Schosse einschlief, kaum das wir zu hause waren.

Ab letzten Donnerstag gings im Skianzug in die Kita. Also nicht mehr unter der Tragejacke, denn die ist mehr für die Übergangszeit, sondern draussen, in der eigenen warmen Skijacke.
Am Wochenende waren wir gross einkaufen und bestaunten die Weihnachtsbäume. Lichter überall! Auch den Abend nutzten wir weihnachtlich und  besuchten einen Weihnachtsmarkt. Das schaffte unser Erdbeerchen so sehr, dass er in einen komaähnlichen Schlaf fiel. Skianzug ausziehen, aufheben, umbetten, inhalieren, reden, Licht, Musik…nichts weckte ihn. Also liessen wir ihm die verdiente Mütze Schlaf und weckten unser Schlafschaf erst viel später auf, damit er noch etwas Abendessen in sein Bäuchlein schaufeln konnte.

Der kleine Mann hatte Spass in der Kita. Räumte die Musikboxen aus und interessierte sich brennend für eine Büchse mit Lockenwicklern. Er ist am sortieren und erkunden sagen seine Erzieherinnen. Keine Kiste oder Schachtel ist vor ihm sicher, das merken wir auch hier daheim. Es sieht jeden Abend aus als hätte eine Bombe eingeschlagen.
Sonst düst er hier mit seinem Laufwagen durch die Gegend. Kaum zu glauben, wie schnell er damit unterwegs ist!

Freitag war Papatag und der Fotograf kam. Ein netter Mann mit klickender Kamera. Der Kleine war ganz angetan und durfte sogar mal alle Knöpfe anfassen. Leider wurde er dann sehr bald müde und fand die zweite Hälfte des Shootings nicht mehr so toll. Trotzdem sind die Fotos herrlich und ich kann mir gut vorstellen auf den Fotografen zurück zu kommen.

Und diese Woche?
Nun, … das Babylein fiel aus dem Bett, es gab den ersten Schnee, jeden Tag öffnen wir zu dritt ein Adventstürchen, wir gönnten und eine Luemai, haben neue Buntstifte probiert und dabei Robbe und Tisch angemalt. Mama genoss einen freien Tag. Ganz ohne Baby und Verpflichtungen

Klingt doch gut, oder? Der erste Schnee hatte es dem Butzel leider so gar nicht angetan. dieses kalte Zeug, das überall im Weg lag war ihm nicht so ganz geheuer. Aus der sicheren Entfernung eines Schlitten ging es, aber bitte nicht mitten drin sitzen!
Auch um die Luemai zu holen mussten wir uns durch den Schnee kämpfen. Laupen ist ja mal so was am A**** der Welt, ich war echt froh, dass der Freund gefahren ist. ERst recht als der Schnee kam und es immer dunkler und verwinkelter wurde. Pff. Nun ja, wir haben unsere Luemai! (Jippiiiiiiiie) Seitdem wird sie  täglich auf dem Weg zur Kita gebraucht und auch am Wochenende schon tüchtig eingetragen.

Heute viel der kleine Liebling aus dem Bett. Man habe ich mich erschrocken… Aber es scheint nichts passiert zu sein. So ein Sturkopf ist wohl hart im Nehmen. Schon seit einiger Zeit war mir mit dem Zappelkopf nicht mehr so wohl im Bett und ich bestellte ein Bettgitter, das allerdings ewig nicht kam. Heute stand es nun vor der Türe, aber passt irgendwie nicht richtig an unser Bett. Gibt es Tipps was ihr gemacht habt? Das Stillkissen hält ihn nicht auf und ist zu sperrig.

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Elf sind schon fast EIN Jahr! #Babyupdate

„Gerade habe ich das Baby nicht lieb.“ So oder so ähnlich schrieb ich das Wochenende auf Twitter. Und obwohl es eigentlich nur mal gesagt werden musste, bekam ich überraschend viel Zuspruch, Verständnis, Schokolade und Plätzchen.

Denn der Tag war schlimm. Das Baby weinte, kreischte, nölte ohne Unterbrechung und scheinbar willkürlich. Ja gut, ich wusste dass es nicht wirklich grundlos war. Sicherlich spielte da diese andauernde Bronchitis und der neue siebte Zahn (hallo!) mit eine Rolle. Aber für uns scheinbar aus dem Nichts, total Grundlos und dann auch noch nicht zu stoppen: Dieses Gebrüll. Teilweise schwankten wir zwischen, das ist Wut, da tut was weh, der trotzt, wir müssen ihm helfen, er hat sich hineingesteigert, einfach müde bis hin zu „bei dem piepts doch“. Nun macht uns so ein einzelner anstrengender Tag schon lange nicht mehr derart zu schaffen, aber da die letzte Woche gefühlt bereits komplett nach diesem Schema verlief, waren wir weichgekocht und die Nerven angespannt.

Noch bis in die Nacht hinein beschäftigte mich der Gedanke vom „nicht lieb haben“. Und was soll ich sagen…der nächste Tag war Bombe! Es war eine rosa Schäfchenwolke mit Zuckerguss und hüpfenden strahlenden Smileys. Ich würde so weit gehen zu sagen, dass es einer der schönsten Tage war seit wir Familie sind! Das Baby lachte, strahlte um die Wette und kicherte vor sich hin. Es war Liebe. Jedes Mal wenn ich ihn ansah und er an mir rumzuppelte, blubberte die Liebe tief in mir. Und das tat gut.
Er spielte anfangs sogar friedlich und laut schwatzend vor sich hin. Also selber! So was hatten wir lange nicht mehr. Es gab nicht einen Heulanfall! Wir tanzten am Abend mit dem Papa durch die Wohnung, kugelten übereinander, kitzelten uns gegenseitig aus und schnappten erschöpft nach Luft. Am Morgen durfte Mama ausschlafen und das süsse Erdbeerchen schlief auf der Brust vom Papa ein, der dann leider eine Stunde aufs Sofa festgetackert war und Film gucken musste :p Überhaupt schlief das Männlein draussen gute zwei einhalb Stunden am Stück und verpasste dabei den ersten Schneefall des Jahres.

Grosse Liebe ist momentan zu Mandarinen ausgebrochen. Sieht er eine, fängt er an mit den Händen zu fuchteln und ist nicht mehr wegzulocken. So sass er am Wochenende mit dem Papa auf dem Spielteppich, zog an geöffneten Mandarineschalen rum und mammammmmm-te vor sich hin. Bis er eine greifen konnte und sich in dem ganzen runden Ding festbiss bis es ausgesogen war. Klar tropfte ihm der Saft von den Ellenbogen und er spuckte die leeren Mandarineschalen von sich, aber es war so ulkig zum zusehen 😀

Ganz neu ist jetzt auch, dass er im Vierfüsslergang unterwegs ist. Wie so ein kleiner Elefant, Hintern in die Luft und auf Händen und Füssen vorwärts stapfend. Allerdings macht er das bisher nur, wenn er nackig ist oder keine Socken anhat, ansonsten ist es wohl zu rutschig und selbst unser Abenteurer fällt nicht gerne flach aufs Gesicht.
Die Mobilität hat bei uns ja schon lange Einzug gehalten. Krabbelnd und kletternd düst das Erdbeerchen durch die Gegend. Heute schaffte er es das erste Mal die Couch soweit loszulassen, dass er sich mit der anderen Hand nach dem Sofatisch strecken konnte, dort festhielt und einfach weiter um den Tisch lief. Hach sind wir stolz! Mit dem Lauflernwagen tapst er auch umher und so lange er nicht gegen ein Hindernis fährt macht es ihm wohl mega Spass.

Und sonst so? Am Nachmittag schliefen wir beide mal erschöpft auf dem Spielteppich ein. Das Baby hat etwas gegen unseren neuen Stubentisch, jedenfalls hat es schon 3x ein Getränk oder ein Glas darüber ausgeschüttet.
Er eskalierte die Woche mit seinem Robbenplüschtier. Warf sich drauf, kugelte runter, biss hinein und begrub es unter sich, ohne Rücksicht auf Verluste oder Beulen.
Gestern krabbelte er unter unserem Tisch durch. Nichts Besonderes? Der Abstand von der untersten Platte zum Teppich sind nur 15 cm und er robbte drunter durch, wie ein Soldat im Matsch. Wir staunten Bausteine!
Der letzte grosse Lachflash war mit einem alten (aussortierten) Buch, das er durchblätterte, durch die Luft wedelte und schliesslich anleckte. Sehr lustig so was. Vom Baby für Sie getestet ^^

Sicher war die letzet Woche etwas schwieriger weil neben dem Baby auch die Mama und teilweise der Papa flach lagen. So ein ekliger Erkältungs-Bazilluns machte sich breit, so dass oft nur ein Erwachsener sich um Haushalt und Baby und kranken Partner gleichzeitig kümmern konnte.

Wenn ich so drüber schaue, hat sich schon vieles getan. Kein Wunder dass er nölig war. Vierfüssler, Lauf-Schieben, Neuer Zahn (evtl. noch einer), plappern wie verrückt, die überstandene Verletzung, schlafen mit der Handschiene, täglich Inhalieren, kaum noch Brei sondern Beikost, Schränke und Schubladen kann er öffnen, beim Babyschwimmen hält er sich selbstständig am Rand, er versteht Kuckuck-Spiele, er haut zwei Gegenstände aneinander und hört auf den Ton, …

Mein kleines Baby ist nun elf Monate. Elf Monate! Damit ist er einfach kein kleines Winzling mehr, sondern es geht bereits einiges bei ihm vor.
Und wir haben ihn lieb. Er ist ein kleines Persönchen und hat seine Phasen in denen man mal Abstand gewinnen muss. Aber am Ende vom Tag, wenn er sich auf meinem Schoss zusammenrollt und leise schnorchelnd einschläft, dann weiss ich, dass ich ihn doch lieb habe. Immer.

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Spannende 47 Wochen #Babyupdate

Die letzte Woche hatten wir gefühlt weniger Zeit mit dem Butzel aber dafür qualitativ gut genutzte Zeit. Jetzt sind wir schon bei 47 Wochen und in ein paar Tagen bereits bei 11 Monaten. Wahnsinn so was!

Da gab es den grossen Robbenangriff in dem er sich mit Schmackes auf die Kuschelrobbe vom Götti warf, daran herunterrutschte, irgendwo aufkam und dann das ganze von vorn anging. Er umkreiste das kuschlige Ding, startete immer wieder einen Angriff und knuffte und puffte es immer wieder, wie um zu schauen ob es reagieren wird.

Für die Wohnung gab es einen neuen Stubentisch, den unser Schatz nicht mehr aufschieben oder bekrabbeln konnte. Nun kam dieser Tisch Gott sei Dank in einer grossen Kiste. Also einer wirklich grossen. Der kleine Mann hatte die grösste Freude dort zu stehen, auf die Kiste zu klopfen und überall dran rum zu rütteln.

Wir haben ein neues Babyschwimmen ausprobiert um die verpassten Termine nachzuholen. Die Hand vom Erdbeerchen ist so weit gut genug verheilt, damit wir wieder regelmässig baden und schwimmen können und das ist toll. Das neue Bad ist grösser, hübscher und hat richtige Garderoben, aber das Wasser ist kühler und die Trainerin etwas merkwürdig :p Wir bleiben dran, haben uns aber bereits bei unserem Originalpartner für den nächsten Kurs angemeldet!

Meine Lieblingserinnerung der Woche hängt mit einer Mandarine zusammen. Mein kleiner Schatz sass auf dem Küchentresen und wartete darauf, dass ich mit den Früchten fürs Vesper fertig werde. Die Mandarine war besonders spannend. Er beobachtete mich, fängt an zu zappeln, „mamam!“ zu rufen und will alles anfassen. Schwupps griff er sich die ganze geschälte Mandarine und steckte sie sich so in den Mund. Mit beiden Händen festgekrallt saugte er enthusiastisch die komplette verflixte Frucht aus!! Herrlich. Überall lief der Saft runter. Alles klebte und roch nach Mandarine. Aber er liess einfach nicht los ❤
Auch ganz schön war unser Erlebnis mit „Nein, nein, nein“ Sobald man es gerade sagt, fängt er an den Kopf zu schütteln und kichert sich weg. Auch sonst gab es grosse Lacher mit Sachen, sie er nicht sollte. Die Box mit leeren Flaschen, eine Tube mit Creme, Spielzeugkataloge oder sonstige Sachen…alles verbotene bei dem er entdeckt wird ist gerade spannend und er schüttet sich aus vor lachen.

Beim Schlafen gab es gute und katastrophale Nächte. Eine Nacht schlief er fast durch und eine Nacht kam er stündlich bis 8x zum Trinken. Mittlerweile jubeln wir schon bei „nur“ 3x trinken pro Nacht. Allerdings hoffen wir, dass es mit den beiden anderen aktuellen Themen zusammenhängt: Es gibt nämlich einen neuen Zahn zu verkünden und eine Bronchitis zu bekämpfen. Auch wenn der nächste Zahn bereits in den Startlöchern steht, wäre ich doch froh, die doofe Husten-Schnupfen-ningel-Bronchitis loszuwerden.

Mama musste sich die Woche leider in der Familie krank melden. Der Papa hat das gut aufgefangen, das Baby war etwas irritiert. Husten, Schnupfen, kalt und alles aua haben uns den Tag vermiest. Ansonsten haben wir uns einen Pärchentag gegönnt und waren wieder mal im Kino, was ich sehr genossen habe.

46 Wochen Aktivling #Babyupdate

Die Nächste werden besser. Das ist wohl das Wichtigste, was es über unsere letzte Woche zu sagen gibt. Natürlich kommt er immer noch 3-4x die Nacht, das Ganze lässt sich ja nicht einfach abstellen. Aber jeder, der selber nachts schlaftrunken zum Kinderbett wankt weiss, dass der Unterschied von 3 oder 7x aufstehen über eine komplette Tageslaune entscheidet.
Ach ja: Für die Nacht, oder einen Teil der Nacht, haben wir nun eine Schiene bekommen. Die soll dafür sorgen, dass die verletzte Hand vom Beerchen nicht schlimm vernarbt. Wir hoffen, dass es funktioniert und berichten da in drei Monaten wieder.

Beim Essen hat sich wenig verändert. Er isst viel und engagiert. Die Kita überlegt ihn jetzt breifrei mitessen zu lassen, da er ja eh schon immer was in der Hand haben muss beim Essen. Da hier zu hause oft noch die Hälfte auf dem Boden landet, bin ich gespannt, wie das funktioniert und ob sie die Geduld dafür aufbringen.

Unser kleiner Aktivling ist kaum noch zu bremsen. Wir spielen verstecken und er freut sich wie so ein kleiner Schneekönig, wenn er uns findet. Allgemein interagiert er super gerne, am liebsten pausenlos. Ein schelmischer Blick, krabbeln, spielen, lachen, toben oder kuscheliger Familienhaufen. Nichts ist aufregend genug oder zu verrückt.
Ganz besonders niedlich finde ich, dass er seine Füsse wieder entdeckt hat. Da liegt er auf dem Wickeltisch, zappelt mit den Füsschen oder robbt über den Boden, um an seinen Zehen zu lutschen.
Aber das ist nicht das einzige, was im Mund landet. Neuerdings kaut er an einer mini Taschenlampe rum, so dass sein Mund von innen leuchtet. Unser Glühwürmchen! 🙂

Am Wochenende waren wir im Papaland und haben mal wieder die Verwandtschaft besucht. Eigentlich wollten wir ins Kino und suchten auf ganz subtilen Weg einen Babysitter. Leider hat unser Beerchen das mitbekommen und seine Nachtpartys angefangen, so dass wir ihn niemandem zumuten wollten. Also kein Kino für uns dafür grosses Kino mit dem Butzel. Er düste durch die Wohnung wie die Feuerwehr, krabbelt unter die Sitzbank, steht am TrippTrapp und findet überall was. Ganz wichtig das Krokodil! Das Krokodil mit den kleinen Gummiezähnen war ein Zufallsglückstreffer und wurde überall mit hingeschleppt. Das freche Kichern, wenn das Krokomaul zuschnappt, war herzallerliebst! Ein Dauerbrenner ist auch das Handy, die Zeitung, das Pad oder sonst alles was die Ahna in der Hand hält. nichts konnte sie aufheben, anschauen oder festhalten ohne, dass er es sofort begrapschte oder anknabberte. Das Highlight war allerdings die Katze. Die Katze!! Sobald die in Sicht war wurde sie verfolgt, bestaunt und am liebsten angefasst. Natürlich vorsichtig und immer mit einem ungläubigen Kichern. Das Ding bewegte sich nämlich,das stelle man sich mal vor! ❤

Ach man, unsere kleine Knalltüte. Mit der wird es einfach nich langweilig.

Nur ein paar bei #12von12

Da ich meistens erst in der Mitte des Tages merke, dass der 12. ist, fehlen auch meistens ein paar Bilder zur vollen 12.

Aber das was wir zusammenhaben zeige ich gerne :p

45 Wochen #Babyupdate

Letzte Woche waren wir ein paar Mal unterwegs und haben Baby-Freunde besucht. Diverse Blumentöpfe auseinander genommen (Erde ist so spannend!!), so ein lauflern-reinsetz-Ding durch die Gegend gefahren und Kühe beobachtet. Ausserdem auf einer Party zum ersten Geburtstag gewesen, dort mit Ballons gespielt und Babypizza gegessen.

Die Nächte sind unser Endgegner. Wir beginnen die Nacht gegen acht relativ problemlos in seinem Kinderzimmer. Einschlafstillen beruhigt uns alle der kleine Mann entspannt sich beim abendlichen Kuscheln. So lege ich ihn dann auch in sein eigenes grosses Bettchen. Leider hält das maximal bis halb zwölf, meistens sogar nur bis kurz nach zehn. Dann geht das Geschrei los. Der Butzel weint und nichts hilft ausser stillen. Hochnehmen, hinsetzen, Licht an, mit ihm reden, rumtragen….alles sinnlos. Ab hier schläft er dann bei uns im grossen Bett. Mal mehr beim Papa, mal mehr bei Mama, mal im 90 Grad Winkel zu uns. Das geht nun schon seit etwas mehr als drei Wochen so. Am Wochenende ist der Papa sogar halb vier mit ihm in die Stube umgezogen, eine Stunde spielen, damit ich eeeendlich mal mehr als 50 Minuten am Stück schlafen konnte. Stillen im Liegen macht er nämlich wieder mal nicht mit. Liegt wahrscheinlich am Schnupfen/Husten der wieder mal dazukommt.

Neuerdings räumt er täglich die Küchenschränke aus. Weniger weil ihn die Boxen interessieren, sondern mehr weil es ums Ausräumen an sich geht. Auch in der Kita verbringt er viel Zeit damit diverse Kisten und Kästen bis auf den letzten Bauklotz auszuräumen.
Liebstes Spielzeug ist die ausrangierte Kaffeemaschine, der grosse IKEA Schuhlöffel und zusammengebundene Luftballons. Ausserdem hat er nun seine Freude an Musikinstrumenten entdeckt und hämmert nun öfters auf der linken Seite des Piano rum, wenn Mama üben muss. Mein kleiner Klavierspieler :p

Der Muckisack wurde eingeweiht, meine Güte was war es morgens jetzt manchmal kalt! Das Ganze würde sogar noch besser funktionieren, wenn er seine Hände drin lassen würde. Aber auf Mama hört hier ja niemand.

Ganz besonderes Wochenhighlight war, dass der Verband runter kam. Der süsse Minimann gab sofort wieder Vollgas und war super schnell wieder komplett ohne Hemmungen unterwegs. Krabbeln, Essen, greifen, machen tun…juhu! Es sieht gut aus!

Beim Essen ging alles von Älplermagronen über Rosenkohl, Süsskartoffeln, Joghurt, Spaghetti, Apfelmus und Waffeln. Herrlich was der wegputzt, wenn nur mehr davon im Baby und nicht auf dem Tripptrapp landen würde :p

44 Wochen, aber wer zählt schon? #Babyupdate

Die letzte Woche war turbulent! Sie startet in einem Krankenhausgitterbettchen mit einem Beerchen, dem beide Hände verbunden sind. Wie und warum es dazu kam, schrieb ich bereits hier.
Wieder zu hause halfen uns gut Freunde: mit der Betreuung, wenn es gerade eng wurde, mit einem offenen Ohr, wenn man mal alles erzählen musste und mit einer Extraportionschoki, wenn man neue Kräfte braucht. Danke!

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Das Beerchen lässt sich nichts anmerken. Er düst in durch die Wohnung. Krabbelt, zieht sich hoch, isst und macht auch sonst alles, was er vorher tat – einfach jetzt mit einer Hand.
Im Zuge dessen gab es auch ein paar neue Klamotten, weil wir mit dem dicken Verband nicht mehr durch die engen Ärmel kamen. Also hatte er erst Sachen in 86 zum Schlafen an, allerdings rutscht hier immer der Kragen von der Schulter! Also neuen Pullover, Schlafanzug und vor allem Jacke… jetzt haben wir halt ein paar Sachen in Übergrösse, aber er wächst da ja rein :p

Freitag ging es noch mal ins Spital, mit einem Delieriumsaft intus, wurde der Verband gewechselt und der Mama dabei fast übel. An dem Tag sah alles nicht so toll aus und wir gingen bibbernd ins Wochenende.

Beim Schlafen ist unser Baby wieder wie rebooted. Er wacht  ca. 5x die Nacht auf und ist eigentlich nur mit Stillen zu beruhigen. Dabei wacht er nicht auf, ningelt und meckert vor sich hin – nein, er öffnet die Augen und brüllt in voller Lautstärke und Kreischfrequenz los. Sehr erschreckend für alle Schlafenden! Und sehr ermüdend!
Die Nächte endeten jetzt immer zwischen halb fünf und um sechs. In einer Nacht schnappte sich der Papa den Wichtel und bespielte ihn mitten in der Nacht, damit Mama noch zwei Stunden länger schlafen konnte.

Beim Essen ist er engagiert wie immer. Durch die Zeit im Krankenhaus stillen wir wieder vermehrt, aber seine vier Malzeiten will er trotzdem haben. Am liebsten was in die Hand und noch ein paar Löffel Brei dazu. Ganz neu hat er sich nun an Salat probiert und stopft sich sonst die Hamsterbacken voll mit Allem was er in die Finger kriegt. Dabei ist er ein absoluter Futterneider und stopft lieber 4 Kohlrabistücke in den Mund als Gefahr zu laufen, dass da jemand was weg essen könnte.

Er ist super mobil. Gerade finde ich es noch sehr lustig, wenn er mir in die Küche nachkrabbelt oder auf halbem Weg im Flur umdreht und lieber ins Büro guckt, als mit in die Stube zu kommen. Auch im Bad muss er nun immer mit dabei sein und versuchte mir heute die Haarbürste unter der Duschtür zuzuschieben. Wer weiss wie lange wir es noch niedlich finden wenn jemand beim pipimachen zugucken will :p
Keine Schranktür, Schublade oder Ablage ist jetzt noch sicher. Alles kriegt er auf und alles räumt er aus.

Mama ist geschafft. Die letzten anderthalb Wochen fordern ihren Tribut. Sie forderten Kraft, Energie und Nerven bei jedem von uns. Die Tage im Spital mit Angst, Adrenalin, wenig Schlaf und gefühlt 19 Stunden Babytragen. Das ewige Pendeln, hetzen, timen und organisieren war nicht einfach. Das Beerchen klebt wie ein Kaugummi an mir, klammert er nicht an meinem Bein oder auf meinem Arm, sitzt er auf dem Boden und streckt mir die Hände entgegen oder kommt mir weinend entgegen gekrabbelt und reisst an meinen Kleidern. Es müssen noch hunderte Formulare und Anträge ausgefüllt werden, der Alltag mit seinen vielen Kleinigkeiten muss am Laufen bleiben und dann muss auch noch Unterricht verbreitet werden. Momentan bin ich am Anschlag und weiss auch noch nicht, wie ich diese Reserven wieder füllen könnte. Wir werden sehen.

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